Was ist eigentlich Spam?

8. Februar 2012
von Christian Weghofer

In meiner Rolle werde ich in verschiedensten Situationen mit der Aussage konfrontiert, dass der Posteingang meines Gegenübers durch Spam vollläuft. Daher möchte ich gerne einen kleinen Einblick geben, in welche Bereiche wir E-Mails klassifizieren, die Nutzer als unerwünscht empfinden. Denn nicht alles, was man als Spam empfindet, wird von uns auch als „Spam” bezeichnet.

 

Spam ist ein Thema, welches einen Freemail-Anbieter täglich begleitet. Wir haben in den vergangenen Jahren viel in die Erkennung und Bekämpfung von Spam investiert und es ist nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren für einen E-Mail-Anbieter, Spam unter Kontrolle zu haben.

Wir unterscheiden „ungewollte“ E-Mails in folgende Kategorien:


Spam

Spam bezeichnet unaufgeforderte E-Mail-Werbung, die wahllos und in großen Mengen ausgesandt wird. Der Absender hat folglich nicht den geringsten berechtigten Grund, Empfängern diese Werbung zuzustellen. Es ist unsere Aufgabe als E-Mail-Anbieter, Hürden zu entwickeln, um Spam aus Ihrem Posteingang fernzuhalten. Wie wir Spam messen und wie die aktuellen Spam-Zahlen im Posteingang aussehen, werde ich in einem meiner nächsten Blogposts aufzeigen.

Wenn nun doch Spam-E-Mails den Weg in Hotmail-Posteingänge finden, dann ist das unser Problem. Es ist unsere Aufgabe, dies zu verhindern. Verkompliziert wird die Sache dadurch, dass nicht nur tatsächlicher Spam ungewollt in Nutzer-Posteingängen landet. Eine ganze Menge anderer E-Mails sind ebenso unerwünscht, entziehen sich jedoch der klassischen Definition als Spam.


Phishing

Die wohl hinterhältigste Form und eine Unterkategorie des Spams ist das Phishing. Hier wird auf unterschiedlichste Art versucht, dem Empfänger der Nachricht private Daten zu entlocken (z.B. Kennwörter, Bankverbindung o.ä.).

Vielleicht kommen Ihnen folgende Fantasie-Betreffzeilen bekannt vor:

  • Sie haben gewonnen!
    Die Absender fordern Sie in diesen E-Mails häufig dazu auf, eine “Bearbeitungsgebühr” zu überweisen, so dass man Ihnen einen utopischen Gewinn auszahlen kann.
  • Ihr Konto wurde gehackt!
    In diesen Nachrichten werden Sie für gewöhnlich aufgefordert, Ihre Benutzerdaten für einen bestimmten Dienst aufzulisten. Die E-Mail-Vielfalt ist dabei so groß wie das Spektrum möglicher Nutzerkonten. So versuchen die Absender beispielsweise an Ihre Bankdaten, Kennwörter oder Nutzerdaten für Ihre E-Mail-Dienste zu gelangen.
  • Von zuhause Geld verdienen
    Mit diesem Versprechen versuchen die Absender Sie auf eine Seite zu locken, auf der beispielsweise Abofallen versteckt sind.

Phishing gilt als sehr profitabel, da eine sehr geringe Erfolgsquote bereits viel bewirken kann.


Greymails

Als Greymail bezeichnen wir eine Zwischenstufe von erwünschten und unerwünschten E-Mails. Greymails sind zum Beispiel Newsletter von Webseiten, Updates aus sozialen Netzwerken als auch tägliche Rabattangebote.

All diese E-Mails sind von Ihnen aktiv abonniert worden und somit auch legitim im Posteingang. Was wir jedoch vermehrt feststellen ist, dass sich die Interessen ändern und viele Nutzer diese Art von E-Mails im Laufe der Zeit als Spam empfinden, jedoch auch nicht aktiv kündigen. Zurzeit entsprechen ca. vier von fünf E-Mails, die uns Nutzer als Spam melden, in Wahrheit dieser Kategorie von E-Mails. Als E-Mail-Anbieter können und dürfen wir Ihnen hierbei auch nur Funktionen an die Hand geben, damit Sie individuell entscheiden können, ob Sie diese Mails aufbewahren, löschen oder blocken möchten. Denn, wie gesagt, diese Art von E-Mails gelangt in den Posteingang, da sie ursprünglich ausdrücklich erwünscht war.

Diese drei Arten, Spam – Greymail – Phishing sind von uns individuell zu behandeln. Ich werde Ihnen in den nächsten Wochen noch genauere Informationen und Einblicke in die einzelnen Themen geben sowie Funktionen aufzeigen, wie Sie bei Hotmail damit erfolgreich umgehen können, um Ordnung in Ihrem Posteingang zu schaffen.

Christian Weghofer

Kommentare (1) -

09.02.2012 18:05:53 #

Hallo Ich Bin Manuela Mohren

Manuela Mohren | Antwort

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